29.April 2008
Kurt Beck hat bei der Bahnreform den Parteitag und eine 70%-Mehrheit
der SPD-Mitglieder getäuscht und den Parteirat politisch erpresst.
Es geht wie unter Schröder weiter. Vielleicht strebt der
Vorsitzende
ja 24,9% bei den Bundestagswahlen an. Heute hat er im Interview klar
gemacht,
dass sein Koalitionspartner, die Union, mehr als 24,9% verkaufen will,
darüber sei aber jetzt nicht zu entscheiden. Damit gibt er zu
verstehen, dass
anders als dem Parteirat noch versprochen, die 24,9% erst der Anfang
sind.
Die SPD hat somit mit der Verscherbelung der Bahn begonnen.
Mal sehen, wem Kurt Beck die kommenden Streckenstillegungen in die
Schuhe schieben will.
Mich packt da kalte Wut.
Nach der Bakanntgabe der Beschlüsse
der SPD-Spitze
und der Arbeitsgruppe Bahnreform der SPD am 14.4.2008
ist der Parteirat am 21.4.2008 die letzte Hoffnung der
Privatisierungegegner
Deswegen schreiben Peter Conradi und
Lothar Mark,MdB folgenden Brief
an die Parteiratsmitglieder
und ich an
SPD-Bundestagsabgeordnete und andere prominente SPD-Mitglieder und
siehe auch:
Aufruf vor dem Bundesparteitag der SPD in Hamburg
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
gegen die
Privatisierung der Bahn.
Der
öffentliche Dienstleistungsauftrag der Bahn ist weder mit einer
einseitigen Ausrichtung
als internationalem Logistikkonzern noch mit dem Renditestreben des
Kapitalmarktes zu vereinbaren. Deswegen wenden wir uns entschieden
gegen eine Privatisierung
der Deutschen Bahn AG.
Die
Verantwortung für die öffentliche Infrastruktur erfordert,
dass das natürliche
Monopol des Netzes vollständig und unmittelbar im
öffentlichen Eigentum und der
Verfügungsmacht bleibt.
Mit
einer vollständigen oder teilweisen Privatisierung der Bahn
würde der Bund unwiderruflich
die politischen, wirtschaftlichen und sozialen
Gestaltungsmöglichkeiten
verlieren. Wir haben immer mehr Probleme mit dem Klimawandel und
knappen
Energieressourcen. Das klimafreundlichste Verkehrsmittel darf nicht
privaten
Kapitalinteressen ausgesetzt werden. Eine Privatisierung würde zudem einen
flächendeckenden Bahnverkehr gefährden. Die
Beispiele der maroden privatisierten Bahn in England und die in
öffentlicher
Hand befindliche bürgernahe und
effiziente Bahn in der Schweiz sprechen eine deutliche Sprache.
Die
Schiene ist das sicherste und umweltfreundlichste motorisierte
Verkehrsmittel.
Wir sollten soviel Verkehr wie möglich auf die Schiene verlagern
und nicht
soviel Gewinne wie möglich für Investoren aus der Bahn
abziehen. Wir brauchen einen
preisgünstigen,
attraktiven und flächendeckenden Schienenverkehr.
Die
Bahn muss im Sinne ihrer Kernaufgabe neu ausgerichtet werden, ohne sie
dem
Profitstreben der Kapitalmärkte auszuliefern.
Die
Bahn muss stärker als bisher das verkehrspolitischen Ziel, mehr
Verkehr von der
Straße auf die Schiene zu bringen, verwirklichen.
Nur
die Deutsche Bahn hat das Potenzial, einen flächendeckenden
Schienenverkehr
anzubieten. Sie muss das Rückgrat des Schienenverkehrs in
Deutschland sein.
Deswegen
fordern wir die Delegierten des Bundesparteitages der SPD und die SPD-
Bundestagsfraktion auf: stimmt auf dem Parteitag und im Bundestag gegen
die
Privatisierung der Bahn!
Erstunterzeichner:
Peter
Conradi, Stuttgart
Rudolf Dressler, Königswinter
Christian Gaebler, Berlin
Jörg Jordan, Wiesbaden
Eckart Kuhlwein, Ammersbek
Detlev von Larcher, Weyhe
Albrecht Müller, Pleisweiler-Oberhofen
Horst Peter, Kassel
Ottmar Schreiner, MdB und Bundesvorsitzender der AfA
Johano Strasser, Starnberg
Christoph Zöpel, Bochum
Und weitere 578 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten
Darunter: Klaus Barthel, MdB, Peter Dankert, MdB,
Wolfgang Wodarg, Md
Und sehr viele Vorstandsmitglieder auf UB- OV- und
Juso-Ebene
Und
hier geht es zur eigenen
Unterschrift: http://www.DeineBahn.de/story/46/2246.html
Die
Unterschriftenliste sehen:
http://privatisierungstoppen.deinebahn.de/scr/spd_signature/liste
Widerstand
in der SPD:
http://privatisierungstoppen.deinebahn.de/story/94/294.html