Ein Auftritt für Attac und
die Folgen
oder: Die JU Dithmarschen blamiert
sich selbst
Am 9. Dezember 2008 war ich eingeladen am Werner-Heisenberg-Gymnasium
in Heide/Dithmarschen mit den 12. und 13. Jahrgangsstufen über den
Film: Let's Make ♠
Money und über die Finanzmarktkrise zu diskutieren.
Es war eine lebfhafte sehr gute Diskussion an der sich sehr viele
Schülerinnen
und Schüler beteiligten. Unterschiedliche Standpunkte wurden
deutlich.
Wie zu erwarten, wurde kontrovers über meine Thesen zur
Notwendigkeit der
Umverteilung, zur Sozialpflichtigkeit des Eigentums nach Artikel 14
Absatz 2 Grundgesetz
und zu optionalen Kapitalverkehrskontrollen diskutiert.
Nach dieser guten Diskussion verließ ich richtig fröhlich
die Schule.
Am Abend dann folgte noch mein Vortrag mit anschließender
Diskussion, ebenfalls
über die Finanzmarktkrise, zu dem die Attac-Gruppe Heide
eingeladen hatte.
Am 10. Dezember 2008 gab es einen anonymen Aushang am
Schwarzen Brett.
Der Lehrer, der alles organisiert hatte, Hans-Joachim Flicek, nahm
daraufhin in einem
eigenen Anschlag
Stellung.
Die Dithmarscher Landeszeitung veröffentlichte am 12. Dezember
2008 einen
ausführlichen
Bericht unter dem Titel: Streit um Veranstaltung mit
Attac-Beteiligung,
in dem u.a. die Junge Union Dithmarschen ausführlich zu Worte kam.
Es folgte ein Leserbrief
eines ehemaligen Schülers des Gymnasiums,
auf den nun die Fachschaft WiPo des Gymnasiums ebenfalls in einem
Leserbrief antwortete.
Schließlich vertrat Hans-Joachim Flicek in einem offenen Brief noch einmal
seine Meinung zu den ganzen Vorgängen.
Der Schulleiter des Gymnasiums führte mit den JU-Funktionären
ein Gespräch,
in dem sich herausstellte, dass sie Lehrer Flicek am Zeuge
flicken wollten,
dass für sie Attac eine verfassungsfeindliche Gruppierung ist
(Hallo Herr Heiner Geißler!)
und dass sie auf die politische Ausrichtung der Schule und der Lehrer
ein wachsames Auge richten wollen.
Interessant ist noch: weder die beiden JU-Funktionätre noch
der Verfasser des Zeitungsberichts
waren bei der Veranstaltung.♦